– About –

Es existiert vielleicht nichts anderes, das für uns von größerer Bedeutung ist als eine lebendige Beziehung zu anderen Lebewesen. Auf dieser Seite schreibe ich darüber, wie eine solche Beziehung möglich ist, warum wir sie immer schon kennen und doch so selten realisieren.

Im „wirklichen Leben“ habe ich Theologie, Philosophie, Germanistik und Pädagogik studiert und arbeite zur Zeit an der Uni Dortmund. Auch dort darf ich mich mit eben diesen Themen beschäfigen: Unserer Beziehung zu einer Natur, die wir immer zugleich auch selbst sind, zu den Tieren und aller belebten Mitwelt, die auch hier im Vordergrund stehen soll. Gerade erst habe ich zusammen mit zwei Kollegen ein Buch über die Tiere aus theologischer Sicht veröffentlicht: Alles, was atmet. Eine Theologie der Tiere (Pustet-Verlag Regensburg). Daneben schreibe ich gerade an zwei weiteren Büchern über unser Verhältnis zu den Tieren, die hoffentlich beide in 2019 fertig gestellt werden.

Darüber hinaus bin ich seit 2018 Dozierende sowie Zweite Vorsitzende des Instituts für Theologische Zoologie in Münster, das 2009 von Dr. Rainer Hagencord gegründet wurde – das erste Institut überhaupt im deutschen Sprachraum, das sich derart grundsätzlich mit der Mensch-Tier-Beziehung aus theologischer Sicht beschäftigt. Die Projekte des Instituts wie auch die gesamte Arbeit von Rainer Hagencord sind wichtige Meilensteine angesichts einer Theologie, die sich in ihrer Tradition so oft regelrecht tiervergessen und tierfeindlich gezeigt hat. Gegen diese Tiervergessenheit, die immer auch ein Mangel an Lebendigkeit war und ist, kämpft auch das Münsteraner Institut an.

Friedwart

Natürlich ist all das nicht möglich ohne die Nähe zu „meinen“ Tieren: Hermes (seit 2015), Abigail (seit 2017) und Friedwart (seit 2019) stammen ebenso wie die beiden Katzen Kalle & Libby (seit 2018) aus Spanien, vertragen sich wunderbar und sind, wie wir auch, allesamt vegan.

Seit Ende 2019 leben zudem fünf ehemalige Käfig- bzw. Bodenhaltungshennen bei uns. Nachdem sie das erste Jahr ihres Lebens von der Tierindustrie ausgebeutet wurden, und nur noch Haut und Knochen waren, als sie hier ankamen, können sie nun endlich das Leben leben, das sie wie alle anderen Wesen verdienen. Wir versuchen ihnen alle Freiheiten zu geben, aber letztlich enden diese an den Grenzen unseres, glücklicherweise recht großen Gartens, den die Huhnis neugierig auskundschaften, wenn sie sich nicht gerade lieber in ihr Haus oder ihr „Gehege“ zurückziehen…